Das Silent Cubes Speichersystem unterstützt vier verschiedene Volume-Typen, die jeweils eine bestimmte Art der Archivierung durchführen:
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WORM
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WORM mit Versionierung
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WORM mit Lebensdauer
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WORM mit Lebensdauer und Versionierung
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WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert)
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WORM mit Lebensdauer und Versionierung (RWRO getriggert)
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WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert, Autosave)
Der Volume-Typ WORM steht Ihnen immer zur Verfügung. Die übrigen drei Volume-Typen können Sie dagegen nur einsetzen, wenn Sie Langzeit-Speichersystem zusammen mit der Compliance-Option erworben haben. Mit diesen Volume-Typen erfüllt der Silent Cube Langzeitspeicher zwei wesentliche Compliance-Anforderungen: Administratoren weisen damit zum einen eine rechtskonforme Speicherung nach. Zum anderen können sie Daten nach einem festgelegten Zeitraum löschen (Retention Date, siehe Kapitel 2).
Volumes mit Lebensdauer können auch als RWRO-getriggerte Varianten angelegt werden, bei der die eigentliche Archivierung auf die Speichereinheiten durch Änderung der Dateieigenschaften (von „Read/Write“ zu „Read Only“) angestoßen wird.
Für jeden Volume-Typ stehen Ihnen zahlreiche Optionen zur Verfügung.
Im Folgenden erfahren Sie, für welches Einsatzgebiet sich jeder der vier Volume-Typen ideal eignet.
Bitte schlagen Sie dazu auch im Benutzerhandbuch Ihrer Archivierungssoftware nach – unter Umständen setzt diese einen ganz bestimmten Volume-Typ voraus.
Sie können leere Volumes löschen, dazu muss die Lebensdauer aller darauf gespeicherten Dateien abgelaufen sein. Erst dann lassen sich alle Dateien löschen. Zum Entfernen muss das Volume komplett leer sein (keine Verzeichnisse mehr vorhanden, alle Freigaben entfernt).
Volume-Typ WORM
Ein Volume vom Typ WORM eignet sich besonders gut zum Archivieren von Daten, die erhalten bleiben sollen oder müssen. Das WORM-Volume agiert wie ein klassischer WORM-Speicher: Darin abgelegte Daten „friert“ das Langzeit-Speichersystem ein, archiviert sie dauerhaft und schützt sie damit vor jeglicher Modifikation. Vor Ablauf des einstellbaren Mindestalters lassen sich die Dateien noch verändern. Dagegen können einmal eingelagerte Daten weder vom Administrator noch von anderen Nutzern des Systems modifiziert oder gar gelöscht werden.
Versehentlich oder falsch eingelagerte Dateien lassen sich nicht erneut unter demselben Pfad und Dateinamen auf dem gleichen Share speichern. Überprüfen Sie deshalb den Erfolg des Kopiervorgangs, bevor das eingestellte Mindestalter erreicht ist und die Daten somit endgültig auf die Speichereinheit archiviert werden.
Volume-Typ WORM mit Versionierung
Das Volume vom Typ WORM mit Versionierung entspricht dem Volume-Typ WORM, bietet jedoch zusätzlich Funktionalitäten zur Versionierung. Hierdurch kann eine bereits archivierte Datei virtuell überschrieben werden. Dabei werden Revisionen einer Datei erzeugt, auf die mithilfe spezieller Methoden (Revert und Switch Revision) zugegriffen werden kann. Das FAST LTA Support Team stellt zum Thema Versionierung auf Anfrage ein gesondertes Background Paper zur Verfügung.
Volume-Typ WORM mit Lebensdauer
Verwenden Sie den Volume-Typ WORM mit Lebensdauer, wenn Daten über einen bestimmten Zeitraum hinweg erhalten bleiben sollen. Anschließend sollen oder müssen die Daten löschbar sein.
Der Volume-Typ WORM mit Lebensdauer archiviert im Volume abgelegte Daten ebenso wie der Volume-Typ WORM, allerdings mit einem Unterschied: Jeder eingelagerten Datei wird eine Lebensdauer (Retention Date) zugewiesen. Die Lebensdauer einer Datei wird über ihren Access-Timestamp oder über die Standard-Einstellung der Lebensdauer für das Volume bestimmt. Bis zu diesem Datum bleiben die Daten unveränderlich im Filesystem gespeichert und lassen sich nicht löschen. Erst wenn die eingestellte Lebensdauer abgelaufen ist, können Anwender die entsprechenden Dateien löschen.
Auf diesem Volume-Typ eingelagerte Dateien erhalten eine Lebensdauer, die mindestens dem eingestellten Vorgabewert entspricht. Ist dieser Vorgabewert zum Beispiel auf 5 Jahre eingestellt, bleibt jede eingelagerte Datei für mindestens 5 Jahre (ab dem jeweiligen Einlagerungszeitpunkt) unveränderbar und nicht löschbar. Wenn Dateien mit eigener Lebensdauer (Access-Timestamp) eingelagert werden, die eine kürzere Lebensdauer als diese Vorgabe haben, wird der Access-Timestamp dieser Dateien auf den Vorgabewert erhöht. Dateien mit einem voreingestellten Access-Timestamp, der bereits größer als der Vorgabewert ist, werden unverändert übernommen.
Die Lebensdauer jeder Datei kann über den Access-Timestamp jederzeit separat verlängert, jedoch nie verkürzt werden!
Die zugehörigen Daten werden nicht von den Speichereinheiten (jedoch von der Head Unit) gelöscht. Intern trennt der Langzeitspeicher die Verbindung zwischen Daten und Dateisystem. Ein Zugriff auf die eingelagerten Daten ist dann nicht mehr möglich.
Unabhängig davon, ob die Dateien aus dem Dateisystem gelöscht werden oder nicht, bleibt der genutzte Speicherplatz auf den Speichereinheiten auch nach dem Löschen belegt.Volume-Typ WORM mit Lebensdauer und
Versionierung
Dieser Volume-Typ entspricht Volume-Typ WORM mit Lebensdauer, bietet jedoch zusätzlich Funktionalitäten zur Versionierung (siehe Kapitel 3.2).
Volume-Typ WORM mit Lebensdauer
(RWRO getriggert)
Der Volume-Typ WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert) basiert auf dem Volume-Typ WORM mit Lebensdauer, verwendet jedoch keine zeitgesteuerte Archivierung. Der Einlagerungsprozess beginnt erst dann, wenn die Zugriffsrechte einer Datei von „Read Write“ (RW) auf „Read Only“ (RO) gesetzt und das File damit unveränderlich gemacht wird. Der Access-Timestamp einer Datei wird unverändert beibehalten.
Bitte beachten Sie: Um einen ordnungsgemäßen Ablauf der Archivierung sicherzustellen, sollten Sie Daten auf Volume-Typ WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert) nicht manuell einlagern, sondern dazu eine geeignete Software verwenden. Bitte wählen sie diese Option nur aus, wenn die von Ihnen eingesetzte und dem Langzeit-Speichersystem vorgelagerte Applikation in der Lage ist, den Archivierungsprozess entsprechend zu starten.
Die Trigger-Funktion der von Ihnen eingesetzten Software-Version startet den Archivierungsvorgang auf die Silent Cubes. Dabei werden die Zugriffsrechte der einzulagernden Datei auf „Read Only“ gesetzt (manuell unter Windows: attrib +r <datei>, Unix: chmod 0444 <datei>, chmod 444 <datei> oder chmod a-w <datei>). Gibt es verschiedene Benutzer (sowohl in Windows- als auch in Unix-Umgebungen), können diese unter Umständen nur jeweils ihre eigenen Dateien schreiben oder ändern.
Im Gegensatz zum (ungetriggerten) Volume-Typ WORM mit Lebensdauer wirkt sich für diesen Volume-Typ der im Benutzerinterface eingestellte Vorgabewert für die Lebensdauer nur auf Dateien aus, die bis dato keine explizit angegebene Lebensdauer (Access-Timestamp) haben. Diese Dateien erhalten die vorgegebene Lebensdauer. Wenn Dateien mit einer explizit eingestellten Lebensdauer (Access-Timestamp) eingelagert werden, so wird diese Lebensdauer übernommen, unabhängig davon, ob diese kürzer oder länger als der Vorgabewert ist.
Volume-Typ WORM mit Lebensdauer und Versionierung (RWRO getriggert)
Der Volume-Typ WORM mit Lebensdauer und Versionierung (RWRO getriggert) verwendet ebenso wie der Volume-Typ WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert) keine zeitgesteuerte Archivierung, sondern wird erst bei Änderung der Zugriffsrechte aktiv. Der Access-Timestamp einer Datei wird unverändert beibehalten. Zusätzlich unterstützt dieser Volume-Typ das Ablegen unterschiedlicher Versionen einer Datei. Auf die verschiedenen Versionen der eingelagerten Dateien kann eine vorgeschaltete Software bei entsprechender Anbindung auch einzeln zugreifen.
Bitte beachten Sie: Um einen ordnungsgemäßen Ablauf der Archivierung sicherzustellen, sollten Sie Daten auf Volume-Typ WORM mit Lebensdauer und Versionierung (RWRO getriggert) nicht manuell einlagern, sondern dazu eine geeignete Software verwenden. Bitte wählen sie diese Option nur aus, wenn die von Ihnen eingesetzte und dem Langzeit-Speichersystem vorgelagerte Applikation in der Lage ist, den Archivierungsprozess entsprechend zu starten.
Die Trigger-Funktion der von Ihnen eingesetzten Software-Version startet den Archivierungsvorgang auf die Silent Cubes. Dabei werden die Zugriffsrechte der einzulagernden Datei auf Read Only gesetzt (Windows: attrib +r <datei>, Unix: chmod 0444 <datei>, chmod 444 <datei> oder chmod a-w <datei>). Gibt es verschiedene Benutzer (sowohl in Windows- als auch in Unix-Umgebungen), können diese unter Umständen nur jeweils ihre Dateien schreiben oder ändern.
Im Gegensatz zum (ungetriggerten) Volume-Typ WORM mit Lebensdauer wirkt sich für diesen Volume-Typ der im Benutzerinterface eingestellte Vorgabewert für die Lebensdauer nur auf Dateien aus, die bis dato keine explizit angegebene Lebensdauer (Access-Timestamp) haben. Diese Dateien erhalten die vorgegebene Lebensdauer. Wenn Dateien mit einer explizit eingestellten Lebensdauer (Access-Timestamp) eingelagert werden, so wird diese Lebensdauer übernommen, unabhängig davon, ob diese kürzer oder länger als der Vorgabewert ist.
Volume-Typ WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert, Autosave)
Der Volume-Typ WORM mit Lebensdauer (RWRO getriggert, Autosave) trägt dem Umstand Rechnung, dass manche Systeme temporäre Dateien, die sich häufiger verändern, zum Zugriff auf die eigentlich Daten benötigen. Erst nach dem Wechsel von RW auf RO sind diese Dateien unveränderbar.
Mit den bisherigen Volume-Typen waren diese temporären Dateien vor dem Wechsel auf RO nur im Cache der Head Unit und nicht auf dem sicheren Silent Cube gespeichert. Bei einem Ausfall oder technischen Problem der Head Unit konnten diese temporären Dateien verloren gehen, was je nach System dazu führen konnte, dass die eigentlichen Daten unbrauchbar wurden.
Dieser Volume-Typ führt nun die Funktion Auto-Save ein. Hierbei werden alle Daten immer auf dem Silent Cube gesichert. Daten, die noch als RW gekennzeichnet sind, sind dabei „veränderbar“ und „löschbar“ - jede dieser Aktionen führt zu einer neuen Datei auf dem Silent Cube. Erst beim Wechsel zu RO sind diese Dateien dann als unveränderbar gekennzeichnet.
Auch wenn bei jeder Änderung oder beim Löschen einer temporären Datei vor dem Wechsel auf RO jeweils eine neue „Version“ der Datei angelegt wird, sind diese „Versionen“ nicht transparent - eine echte Versionierung findet also nicht statt. Es ist immer nur die letzte Version sichtbar, nach dem „Löschen“ wird die Datei entfernt.